30. Mai 2020: B3 Gebäudevollbrand - Nr. 178

Einsatzbefehl:

Gebäude in Vollbrand

Einsatzort:

Ingelheim-West

Datum / Uhrzeit:

30.05.2020 / 01:23 Uhr

Unterstützende Kräfte:

Werkfeuerwehr Boehringer mit zwei Kommandowagen, Teleskopgelenkmast 37, Trocken-Tanklöschfahrzeug, Großtanklöschfahrzeug, Mannschaftstransportfahrzeug mit Ladefläche und Rettungswagen, Feuerwehr Gau-Algesheim mit ELW 1, HLF 10, LF 10/6 und DLK 18/12, Kreisfeuerwehrinspekteur, Rettungsdienst mit vier Rettungswagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeugen, Abschnittsleitung Gesundheit Landkreis Mainz-Bingen mit LNA und OrgL, Polizei, Energieversorger

Einsatzbericht:

Um 01:23 Uhr in der Nacht von Freitag auf Samstag wurde die Einheit Stadtmitte sowie der Teleskopgelenkmast der Werkfeuerwehr Boehringer mit dem Stichwort "B2 Wohnungsbrand" nach Ingelheim-West alarmiert. Laut Meldung der Leitstelle der Berufsfeuerwehr Mainz sollte das Erdgeschoss eines Einfamilienhauses in Vollbrand stehen. Aufgrund mehrerer Notrufe, die von einem bestätigten Feuer, welches bereits auf den Dachstuhl übergreifen würde berichteten, wurde das Einsatzstichwort auf "B3 Gebäudevollbrand" erhöht. Um 01:36 Uhr wurde daraufhin Vollalarm für die Feuerwehren der Stadt Ingelheim ausgelöst. Weiterhin wurde gegen kurz nach 02:00 Uhr ebenfalls die Feuerwehr Gau-Algesheim mit einem Löschzug zur Einsatzstelle angefordert.

Mit Eintreffen des Einsatzleitdienstes stellte sich heraus, dass das Gebäude in Vollbrand stehe und die Flammen bereits auf das Nachbargebäude übergreifen würden. Durch die ersteintreffende Besatzung des HLF 20 wurde umgehend eine Riegelstellung und die Brandbekämpfung mit zwei C-Strahlrohren eingeleitet. Da anfangs eine Person als vermisst galt, wurde durch einen Trupp unter Atemschutz parallel zur Brandbekämpfung das Gebäude nach Personen abgesucht. Im Laufe des Einsatzes stellte sich heraus, dass die Person das Gebäude bereits verlassen hatte. Ein Wenderohr über den Teleskopmast der Werkfeuerwehr, sowie ein C-Strahlrohr über die Drehleiter 23/12 der Einheit Heidesheim, wurden ebenfalls parallel zur Brandbekämpfung im Außenbereich eingesetzt. Der Dachstuhl musste zur Suche und dem Ablöschen von Glutnestern durch die Einsatzkräfte unter Atemschutz geöffnet werden.

Durch den Rettungsdienst wurden fünf verletzte Personen gesichtet. Drei Patienten wurden in umliegende Krankenhäuser transportiert. Das Feuer im Dachstuhl konnte durch den gezielten Löscheinsatz von zwei Hubrettungsfahrzeugen im Außenangriff und mehreren Trupps der Feuerwehr Ingelheim, Werkfeuerwehr Boehringer und der Feuerwehr Gau-Algesheim im Innenangriff bekämpft werden. Während des Einsatzes wurde durch zwei Fahrzeuge der Einheit Heidesheim und Einheit Wackernheim das Feuerwehrhaus Stadtmitte für eventuell anfallende Paralleleinsätze besetzt.