Zusammenarbeit mit der Werkfeuerwehr Boehringer Ingelheim vertieft – 15.09.2016

Am Donnerstag den 15.09.2016 stand für die Freiwillige Feuerwehr Ingelheim am Rhein eine gemeinsame Einsatzübung mit der Werkfeuerwehr Boehringer Ingelheim auf dem Plan. Bei solchen Übungen wird die Zusammenarbeit vertieft, damit im Einsatz alle Handgriffe sitzen.

Auf dem Übungsgelände, dem ehemaligen Bauhof der Stadt Ingelheim, wurden verschiedene ineinander verwickelte Lagen vorgefunden. Die ersteintreffenden Fahrzeuge der Feuerwehr Ingelheim (HLF 20 (46), LF 16/12 (44) sowie der TGM 37 und das Tro-TLF der Werkfeuerwehr Boehringer kümmerten sich um die ursprünglich um 17:00 Uhr per Meldeempfänger alarmierte Rauchentwicklung aus einem Gebäude. Zwei Personen standen dort im „Rauch“ am Fenster und mussten mittels Hubrettungsfahrzeug der Werkfeuerwehr gerettet werden. Es wurden weiterhin mehrere vermisste Personen im kompletten Verwaltungsgebäude gemeldet. Drei Trupps unter umluftunabhängigen Atemschutz drangen in die verschiedenen Geschosse des Gebäudes vor um die Personen zu finden und das fiktive Feuer zu löschen. Alle Vermissten konnten zügig aus dem Gebäude gerettet, sowie die Feuerstellen gelöscht werden.

Auf dem Außengelände spielten sich derweil die weiteren Einsatzstellen ab. Bei einem Verkehrsunfall in einer Grube wurde eine Person in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und musste mittels hydraulischem Rettungsgerät durch die Werkfeuerwehr Boehringer sowie die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr gerettet werden. In Zusammenarbeit mit dem anwesenden Rettungsdienstpersonal des Deutschen Roten Kreuzes wurde der Patient medizinisch versorgt und aus seiner Lage befreit.

In einer der Hallen stellte man fest, dass eine giftige Flüssigkeit austrat. Unter Chemiekalienschutzanzug machten sich die Kollegen der Werkfeuerwehr auf dem Weg in die Halle um zu erkunden, wie die Leckage abgedichtet und der austretende Stoff gebunden werden konnte. Die Dämpfe wurden nach Durchsicht des Sicherheitsdatenblattes mittels Sprühwasserstrahl aus dem Monitor des Teleskopgelenkmasts niedergeschlagen.

Nachdem die Kräfte des Abschnitts „Gebäudebrand“ so weit zurück geräumt hatten kam es zu einer neuen Lage auf dem Gelände rein. Ein PKW war aus Unachtsamkeit gegen ein Dieselfass gefahren, welches nun Leck geschlagen war und abgedichtet werden musste. Mittels einer Schaumstoffplatte, eines Hebekissens, sowie einem Spanngurt konnte das Leck abgedichtet werden und der Austritt gestoppt werden.

Nachdem alle Szenarien abgearbeitet und die Einsatzmaterialien wieder zurück gebaut waren, gab es für alle Freiwilligen der Feuerwehr Ingelheim sowie der Werkfeuerwehr Boehringer noch einen Imbiss sowie Getränke, die man bei gemeinsamen Gesprächen zu sich nahm.