Sommerfreizeit der Jugendfeuerwehr Ingelheim im Ingelheimer Wald

Auch dieses Jahr waren wir, die jungen Brandschützer der Jugendfeuerwehr Ingelheim am Rhein, wieder auf Reisen. Es ging für uns in den Ingelheimer Wald. Genauer gesagt in das Jugendfreizeitheim Emmerichshütte. Für 19 Nachwuchskräfte im Alter von zehn bis 18 Jahren sowie sechs Betreuer begann die Ferienfreizeit am Samstag, den 20. August 2016. Um 9 Uhr trafen wir uns im Feuerwehrgerätehaus in der Georg-Scheuing-Straße, um das Gepäck auf die Fahrzeuge zu verladen und frohen Mutes in die Ferien zu starten.

Wir waren alle schon sehr aufgeregt, denn die genaue Terminplanung war uns noch nicht bekannt. Aber wir wussten: die Betreuer haben sich auch dieses Mal bestimmt wieder ein spannendes und abwechslungsreiches Programm überlegt! Und wir hatten uns nicht getäuscht! Als die geplanten Aktivitäten dann nach der Ankunft bekannt gegeben wurden, freuten wir uns schon riesig auf die folgenden Tage in und um die Emmerichshütte.

Am Ankunftstag lernten wir zuerst die Hütte und den anliegenden Wald näher kennen. Einige bauten sich aus Holzstämmen, die sie im Wald gefunden hatten, eigene Hütten und Verschläge, andere wiederum spielten Fußball, Tischtennis oder „Chillten“.

Am Abend desselben Tages gab es eine Kennenlern-Runde, damit sich die Jugendlichen untereinander besser kennen lernen würden. Denn schließlich waren auch zwei neue Mitglieder der Jugendfeuerwehr dabei. Beide hatten vor der Freizeit nur kurz in die Jugendfeuerwehr „rein geschnuppert“, aber mutig beschlossen uns schon in den Ferien zu begleiten!

Nach dem Frühstück am Sonntag ging es gegen 10.00 Uhr zu Fuß in die ca. fünf Kilometer entfernte Lauschhütte. Als wir - die Jungs und Mädchen der Jugendfeuerwehr - den Kletterwald gegen 12.00 Uhr erreicht hatten, bekam nach dem Mittagessen jeder von uns und jeder Ausbilder einen Klettergurt, mit dem nach einer kleinen Einweisung sofort los geklettert werden konnte. Dank der vielen verschiedenen Kletterrouten war für jeden etwas dabei. Manche kletterten zum ersten Mal. Viele andere, die bereits schon häufiger geklettert waren, stürmten gleich die etwas schwierigeren Touren. In schwindelerregender Höhe, von Baum zu Baum. Weder die kühlen Temperaturen, noch der leichte Niesselregen konnten uns etwas anhaben! Dass wir nach dem Klettern und Wandern alle erschöpft in unserer Unterkunft ankamen, war dann aber wenig verwunderlich.

Wer von Klettern und Wandern noch immer nicht erschöpft war, fand sich am Abend zu Karten- und Gesellschaftsspielen im tollen Gruppenraum wieder ein.

Der nächste Morgen startete mit einem ausgiebigen Frühstück. Anschließend wurden Lerngruppen gebildet, in denen wir feuerwehrtechnische Themen bearbeiteten. Wir übten den Umgang mit wasserfördernden Armaturen, kuppelten Saugschläuche für die Wasserentnahme aus offenen Gewässern (natürlich zur Übung nur trocken!) und grübelten in einem Workshop an Themen für den Dienstplan 2017. Am Abend versammelten wir uns dann rund um das Lagerfeuer in der Grillhütte und rösteten Marshmallows über der Glut.

Auch der Hochwildschutzpark, der ca. 7 km entfernt lag, fand seinen Weg in die Freizeitplanung der Ausbilder. Dort konnten wir alle die zahlreichen Tierarten beobachten und den Streichelzoo besuchen. Wer jetzt glaubt, nach rund 15 Kilometer Fußmarsch, Einkauf im Supermarkt und Besuch im Tierpark wären alle platt gewesen, der irrt! Denn als wir zurück in der Herberge waren, veranstalteten ein paar von uns eine kurze, aber trotzdem nasse Wasserschlacht!

Selbst die Wehrleitung - vertreten durch den ehrenamtlichen Wehrleiter Ingo Baseler samt Begleitung - ließ es sich nicht nehmen, die Jugendfeuerwehr zu besuchen. Viele von uns kennen Ingo noch aus seiner langen Zeit als Jugendwart. Dass er sich trotzdem immer wieder die Zeit für uns nimmt, freut uns sehr!

Am letzten Tag vor der Abreise haben wir nochmal Feuerwehrthemen behandelt und geübt. Erste Hilfe stand dabei genauso auf dem Programm, wie das richtige Verlegen eines Schlauches im Gebäude. Nicht wenige von uns waren erstaunt, wie weit man mit zwei C-Leitungen in einem Gebäude kommen kann! Am Nachmittag besuchten wir dann das Rheinböllener Schwimmbad, wo wir alle auf unsere Kosten kamen. Nach dem Tag im erfrischenden Nass ließen wir - wieder in der Emmerichshütte angekommen - den Abend am Lagerfeuer ausklingen. Es gab wieder Süßes und das allseits beliebte Stockbrot.

In einer Feedback-Runde am Lagerfeuer ließen wir die Freizeit noch einmal Revue passieren. Es gab viel Lob, etwas Kritik, ein paar mahnende Worte und es wurde sehr viel gelacht. Besonders ein Zitat von Johannes trug hier zu besonderen Erheiterung bei: „Das Wandern war vielleicht nicht so schön. Aber, wir sind ja nicht daran gestorben. Also kann es ja nicht so schlimm gewesen sein.“

Nach fünf Tagen Action, Abenteuer, Spiel und Spaß war die Heimreise angesagt.

Donnerstagmorgen wurde noch einmal zusammen gefrühstückt und alsbald ging es dann zurück nach Hause.

Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmal bei allen Ausbildern und Betreuern, ohne die solch eine Freizeit und auch andere Jugendfeuerwehrausbildungen nicht möglich wären.

Vivienne Krummenauer und Tim Eckhard