Neues aus dem Übungsalltag der Feuerwehr Ingelheim am Rhein – 27.06.2016

Am gestrigen Übungsmontag stand die Ausbildung in der Gruppe 1 mit dem Thema „Stabilisierung von Fahrzeugen nach einem Verkehrsunfall“, sowie in der Gruppe 2 „Brandbekämpfung auf dem Rhein“ an.

Bei der Übung der Gruppe 2 (Brandbekämpfung auf Gewässern) wurde das richtige Vorgehen bei einem Brandereignis auf dem Rhein geübt. Hierbei wird die komplette Ausrüstung, welche zur Brandbekämpfung eingesetzt wird, auf dem Mehrzweckboot (MZB (79)) verladen um dann gegeben falls bei einem Schiffsbrand dort an Bord zu gehen und zu löschen. Beansprucht werden die Atemschutzgeräteträger dadurch, dass sie unter dem Atemschutzgerät noch zusätzlich eine Schwimmweste zum Schutz vor dem Ertrinken, tragen müssen.

Auf dem Rhein konnte dann ebenfalls der auf dem MZB verbaute Monitor getestet werden. Angetrieben wird der Monitor durch eine Tragkraftspritze, welche beim Brandeinsatz auf dem Rhein mittels „Modul Tragkraftspritze“ durch das Mehrzweckfahrzeug 2 (MZF2 (74)) zum Boot transportiert wird.

Bei der Übung „Technik“ der Gruppe 1 wurde das Team so aufgeteilt, dass an zwei Fahrzeugen gleichzeitig verschiedene Techniken geübt werden konnten. Hierbei lagen ein PKW nach einem Verkehrsunfall überschlagen auf dem Dach, sowie ein PKW auf der Seite.

In beiden Fällen galt es durch die Mannschaften das Fahrzeug so zu stabilisieren, dass man an dem Fahrzeug weiter arbeiten könnte, um den Verletzten bei einer patientenorientieren Rettung möglichst schonend aus dem PKW zu befreien.

Die Feuerwehr Ingelheim am Rhein hält hierfür zwei verschiedene Systeme auf dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 (HLF 20 (46)) und dem Rüstwagen (RW (52)) vor.

Für die Anbringung des sogenannten „Stab-Fast“ Systems gibt es verschiedene Anbringungsmethoden.

  • Einzelverwendung: Zwei Streben auf der Seite, auf die das Fahrzeug zu kippen droht, bei einem Verkehrsunfall mit Seitenlage.
  • Verwendung mit Keil: Bei einer Seitenlage kann auch der mit vorhandene Keil verwendet werden, um eine verbesserte Abstützung von beiden Seiten zu erreichen.
  • Überkreuzen: Hierbei wird, wenn kein geeigneter Ansatzpunkt für die Haken vorhanden ist, zwei der Streben unter dem PKW durch miteinander verbunden und überkreuzt.

Wichtig bei der Anbringung der Streben ist, dass der Anbringungsort so ausgewählt wird, dass weiterhin Arbeiten am Fahrzeug möglich sind (z.B.: Aufspreizen der Tür, Abnahme des Daches)

Zum Abschluss der Übung, wurde durch die Ausbilder nochmals eine alternative Stabilisierungstechnik mittels zwei Steckleiterteilen und einer Arbeitsleine gezeigt.