Neues aus dem Übungsalltag der Feuerwehr Ingelheim am Rhein – 12.09.2016

Am vergangenen Übungsmontag stand die Ausbildung in der Gruppe 1 mit dem Thema Gefahrstoffe an.

Die Freiwillige Feuerwehr Ingelheim am Rhein beschaffte dieses Jahr neue Chemiekalienschutzanzüge für Gefahrguteinsätze. Die Anzüge sind auf dem Gerätewagen-Messtechnik und Abrollbehälter Atemschutz-Gefahrstoff verladen. Der Chemiekalienschutzanzug (CSA) ermöglicht es, dass ein Feuerwehrmann (SB) bei Gefahrgutunfällen in der direkten Nähe von Leckagen und in Atmosphären, mit aggressiven und gesundheitsschädlichen Stoffen und Gütern, arbeitet, ohne dabei gesundheitliche Schäden davonzutragen.

Die Kameraden und Kameradinnen wurden an diesem Montag in diesen neuen CSA eingewiesen um damit in Einsatzsituationen umgehen zu können, da der CSA für eine Dekontamination nach einem Einsatz von außen über beispielsweise eine Pressluftflasche mit Atemluft „fremdgespeist“ werden kann. Während des Einsatzes selbst trägt der CSA Träger ein umluftunabhängiges Atemschutzgerät im Anzug.

Nachdem die Einweisung beendet war ging es weiter mit dem Thema „Erden“ von Einsatzmaterialien im Gefahrguteinsatz. Da für die Druckluftmembranpumpe neues Erdungsgeschirr angeschafft wurde, musste mit Diesem geübt werden. Geerdet wird im Einsatz mit gefährlichen Gütern um die statische Aufladung der Behältnisse und Einsatzmaterialien in den Boden abzuleiten.

Nachdem das Erdungsmaterial theoretisch durchgesprochen wurde, begab sich ein Trupp in den Chemiekalienschutzanzug. Es galt eine Flüssigkeit in einem Fass über die Druckluftmembranpumpe in Edelstahlkanister umzupumpen. Hierbei mussten auch wie vorher nochmals vertieft alle Materialien von Behältnis, über Kanister bis hin zum Erdungsspieß geerdet werden.