Neues aus dem Übungsalltag der Feuerwehr Ingelheim am Rhein – 09.10.2017

Sehr häufig kommt es im Straßenverkehr zu schweren Verkehrsunfällen, bei dem Patienten in ihren Wracks eingeklemmt sein können. Da die Einsatzkräfte für diesen Fall immer gerüstet sein müssen, steht ein ständiges Training für Diese an höchster Stelle. Um den Autofahrern das Führen von Fahrzeugen so sicher wie möglich zu machen, werden durch die Autoindustrie immer wieder neue Methoden entwickelt, die bei einem Unfall helfen sollen den Fahrer möglichst unbeschadet aus dem Fahrzeug befreien zu können. Die immer sicherer werdenden Fahrzeuge sind natürlich gut für die Insassen, bieten aber auch Schwierigkeiten für die Rettungskräfte nach einem Unfall. Gehärtete Seitenstreben oder nicht ausgelöste Airbags sind Hindernisse und Gefahrenquellen für Opfer und Retter.

Um dieses Szenario zu trainieren wurde durch die Übungsleitung ein Verkehrsunfall mit zwei PKW nachgestellt. Insgesamt 5 Personen (nachgestellt durch Dummys) waren in beiden Fahrzeugen eingeschlossen bzw teilweise auch eingeklemmt. Vor Ort galt es durch die Führungskräfte als erstes die Lage zu erkunden und sich aufzuteilen. Während die Besatzung des HLF 20 die Rettung der zwei Personen im ersten PKW übernahm, war es Aufgabe der Teams vom LF 8/6 und RW die drei Verletzten aus dem zweiten PKW zu befreien. Nachdem beide Fahrzeuge unterbaut waren und die Patienten durch den inneren Retter betreut wurden, begann die eigentliche technische Rettung.

In der Realität geschieht jeder Handgriff in Abstimmung mit dem mitalarmierten Notarzt, der die Personen ständig betreut und medizinisch versorgt. Mit hydraulischem Rettungsgerät wie Rettungsschere, Spreizer und Rettungszylindern wurden Öffnungen geschaffen um die Patienten zu befreien. Hierbei wurde sich bei PKW 1 dafür entschieden das Dach nach hinten weg zu klappen, bzw. bei dem zweiten Verletzten auf der Rückbank eine Seitenöffnung zu schaffen.

Die Kräfte an PKW 2 befreiten die Dummys über eine sogenannte "große Seitenöffnung". Hierbei wurden die Türen der Beifahrerseite,sowie die B-Säule mit der Rettungsschere und dem Spreizer entfernt, um so die Patienten über das Rettungsbrett befreien zu können.

Wieder einmal war dies eine wichtige und interessante Übung um den Umgang mit den Geräten zu trainieren und die verschiedenen Techniken zu festigen.