Ingelheimer Feuerwehr wählt Führung im Anschluss an Gemeindefusion – 27.09.2019

Die Feuerwehr Ingelheim hat in den zurückliegenden Wochen mit den Neuwahlen auf Ebene der ehrenamtlichen Leitungsfunktionen der drei neuen Einheiten wesentliche Veränderungsprozesse, die sich aus der Gemeindefusion ergaben, abschließen können. Für die Einheit Ingelheim-Stadtmitte wurden am Dienstag, 24. September Björn Roos zum Einheitsführer und David Bengart sowie Sven Sydow zu seinen Stellvertretern gewählt. Bereits am Dienstag, 27. August wurde, mit Michael Hammer als Einheitsführer und Thorsten Metzler und Thomas Helm als dessen Stellvertreter, das bisherige Gespann der Einheit Heidesheim wiedergewählt. Die Wackernheimer Einheit wählte am Montag, 2. September Kai Zalikowski zu ihrem Einheitsführer und mit Paul Speth zunächst einen Stellvertreter.

Mit Vollzug der Kommunal- und Gebietsreform vom 01. Juli 2019 zwischen der Verbandsgemeinde Heidesheim am Rhein und der Stadt Ingelheim am Rhein firmieren die vormals eigenständigen Feuerwehren der Städte Ingelheim und der Verbandsgemeinde Heidesheim nunmehr unter einem gemeinsamen Dach. Mit fast 190 aktiven Mitgliedern an aktuell vier Standorten besteht die Feuerwehr nun aus den drei Einheiten Ingelheim-Stadtmitte, Heidesheim und Wackernheim. Der Standort Frei-Weinheim, der organisatorisch schon heute der Einheit Stadtmitte angehört, wird im Zuge der Fertigstellung des Zentralen Feuerwehrhauses Am Großmarkt wie geplant auch räumlich in der Einheit Stadtmitte aufgehen. Neben dem Personal umfasst die Wehr derzeit 29 Einsatzfahrzeuge, sieben Abrollbehälter und drei Boote, die dem Schutz der rund 36.000 Einwohner dienen und künftig voraussichtlich deutlich häufiger als 300 Mal pro Jahr in den Einsatz zu bringen sein werden.

Die Lenkung organisatorischer Abläufe innerhalb wie außerhalb von Einsätzen sowie insbesondere die Belange der Aus- und Fortbildung der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen in den jeweiligen Einheiten obliegt nun den frisch gewählten Einheitsführern und Stellvertretern. Auch nehmen sie bei gewissen Einsätzen die verantwortungsvolle Aufgabe der Einsatzleitung wahr. Dabei unterstehen sie der Wehrleitung um den ersten Hauptamtlichen Wehrleiter der Stadt Ingelheim, Mirko Gauer, und seinen Stellvertretern. Während die Stelle des hauptamtlichen stellvertretenden Wehrleiters derzeit noch unbesetzt ist, konnte im Wahlgang vom Montag, 26. August Ingo Baseler als alter und auch neuer ehrenamtlicher stellvertretender Wehrleiter im Amt bestätigt werden. An gleichem Tage wurde auch Thomas Buch (Einheit Ingelheim-Stadtmitte) zum Feuerwehr-Obmann gewählt, der diese Position ebenfalls bereits in den letzten Jahren ausübte. Gauer und Baseler bedankten sich bei allen Gewählten für ihre Bereitschaft, die mit den Ämtern verbundene Verantwortung und die damit einhergehenden Aufgaben ehrenamtlich und jeweils auf die Dauer von 10 Jahren wahrnehmen zu wollen. Den bisherigen Wehrführern Wackernheims, Martin Kloos, Steffen Dietrich und Wolfgang Bittel, die aus beruflichen und privaten Gründen erklärt hatten, nicht mehr zur Wahl stehen zu können, dankten sie für das bisher Geleistete.

Wehrleiter Gauer zeigt sich davon überzeugt, dass die Feuerwehr Ingelheim nach den jüngsten Ereignissen organisatorisch für die Zukunft gut aufgestellt ist und „möchte einmal mehr unterstreichen, welche Bedeutung das ehrenamtliche Engagement meiner Kameradinnen und Kameraden für das Gemeinwohl hat“. Zwar seien die in den letzten Jahrzehnten sukzessive installierten, hauptamtlichen Strukturen im Tagdienst, im Bereich der Beschaffung und Unterhaltung von Fahrzeugen, Geräten und Materialien sowie der Gefahrenvorbeugung und Einsatzplanung längst nicht mehr als Unterstützung der Ehrenamtlichkeit wegzudenken. Doch würde daneben im Ehrenamt Großes und häufig für die Bevölkerung nicht Wahrnehmbares geleistet, wenn „wie nächste Woche anlässlich Erntedank- und Rotweinfest, auch Sitzbereitschaften in den Gerätehäusern eingerichtet werden, um auch dann die Sicherheit Ingelheims gewährleisten zu können“. Sein Stellvertreter, Ingo Baseler, spricht den Mitgliedern der eigens für Fusionsfragen einberufenen, feuerwehr-internen Arbeitsgruppe „ein großes Lob und herzlichen Dank für viele, viele zusätzliche Stunden der Planung und Vorbereitung aus“. Beide gemeinsam stellen die nun erfolgreich abgeschlossenen Wahlen und die organisatorischen Anpassungen als zentralen Meilenstein auf dem Weg in die gemeinsame Zukunft der Ingelheimer Feuerwehr heraus, wenngleich beide den Fusionsprozess noch lange nicht als abgeschlossen ansehen und mit Fahrzeugkonzept 2030 und Neubau längst zwei weitere Großprojekte auf der Agenda haben.